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Happy Easter

20. April 2019

Die faszinierendsten Osterbräuche der Welt

Unter den Christen wird Ostern als Fest der Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Weltweit gibt es jedoch große kulturelle Unterschiede. Nicht überall werden Ostereier versteckt, Schokohasen genascht oder Osterlämmer geschlachtet.

In Australien warten die Kinder nicht auf den Osterhasen, sondern auf das Beuteltier. Mit seinen langen Ohren sieht es einem Hasen erstaunlich ähnlich und ist auch in Schokoladenform erhältlich. Ein Teil des Geldes fließt in Tierschutzprojekte für die Rettung des kleinen „Bilbys“.

In Bulgarien kommt der ältesten Frau im Haushalt eine besondere Aufgabe zu: Das erste rote Ei, das sie findet, streicht sie allen Kindern des Hauses übers Gesicht. Dem Glauben nach soll dies Gesundheit und Stärke verleihen. Ein weiterer Brauch ist das Osterbrot. Dieses wird von unverheirateten jungen Mädchen gebacken. Neben Eiern und Zucker gehören auch Früchte zu den wichtigsten Zutaten. Aber das ist noch nicht alles: Am Ostersonntag werden nach der Messe die Kirchenwände mit Ostereiern beworfen.

Ein ganz besonderer Osterbrauch wird in Dänemark gepflegt. Nach dem über 500 Jahre alten Brauch basteln die Kinder einen so genannten „Gækkebrev“, einen Narrenbrief, der kunstvoll bemalt und schließlich den Eltern überreicht wird. In die Mitte schreiben die Kinder einen Spruch, der anstelle des Namens mit mehreren Punkten unterschrieben wird. Die ahnungslosen Eltern müssen erraten, wer ihnen diesen Brief geschickt hat und dem Absender ein Schokoladenei schenken.

In Finnland geht es richtig zur Sache: Freunde und Bekannte schlagen sich gegenseitig mit Birkenruten (leicht) auf den Rücken. Diese Ruten sollen an die Palmwedel erinnern, mit denen Jesus bei seinem Einzug nach Jerusalem begrüßt wurde. Überdies gelten die Schläge als Glücksbringer. Das Highlight bilden die tobenden Kinder, die am Ostersonntag als kleine „Osterhexen“ durch die Straßen laufen und die düstere Jahreszeit des Winters davon jagen.

In Großbritannien werden die Ostereier mit den Namen der Kinder beschriftet und in einem Sieb geschüttelt, bis sie zerbrechen – das letzte unbeschädigte Ei gewinnt. Die Waliser steigen am Ostersonntag bei Sonnenaufgang auf einen Hügel und schlagen Purzelbäume. Die Schotten veranstalten keltische Osterfeuer. Die Engländer streicheln einander mit Weidenkätzchen und lassen ihre Ostereier von Hügeln herunterrollen. Die Queen hat ihren eigenen Osterbrauch: Am „Maundy Thursday“ verteilt sie jeweils 90 Pence in weißen Portemonnaies an 90 benachteiligte Rentner.

In Haiti steigen am Karfreitag kunstvolle Papierdrachen in den Himmel. Besonders faszinierend sind die „Oster-Raras“, die zu rhythmischer Musik – erzeugt von Naturinstrumenten und lärmenden Blechgegenständen – durch die Straßen ziehen. Sie beginnen ihren Weg vor dem Haus des Zauberers „Houngans“ und sollen der Sage nach böse Dämonen herbeirufen. Die Raras werden von Tänzern und Akrobaten begleitet, die gruselige Zauberrelikte tragen. Am Ostersonntag folgt dann das Festmahl sowie jede Menge Schokolade – klimabedingt allerdings in flüssiger Form.

Besonders grotesk wird es in Irland: Die Iren tragen an Ostern öffentliche Tanzwettbewerbe auf der Straße aus. Die Sieger bekommen einen Kuchen. Am nächsten Tag werden dann Fische bestattet. Nein, das ist kein Scherz: Es finden symbolische „Heringsbegräbnisse“ statt. Diese symbolisieren, dass die Fastenzeit, in der Heringe das Hauptnahrungsmittel darstellen, zu Ende geht.

In Mexiko schmücken zwei Wochen lang Girlanden aus Krepp- und Toilettenpapier die Straßen. Männer mit indianischem Kopfschmuck tanzen zu Flötenmusik und bunte Pappmaschee-Figuren werden am Ostersamstag öffentlich verbrannt. Dies soll den Sieg des Guten symbolisieren. Doch nicht nur der Teufel geht dabei in Flammen auf, sondern auch so manch unbeliebter Politiker.

In Norwegen wandern die Menschen an Ostern in die Berge, vorzugsweise in schneebedeckte Gebiete. Diese Tradition hat einen sehr speziellen Hintergrund: Einer Sage nach soll am Ende der letzten Eiszeit ein Stammesmitglied dem Eis, das sich langsam zurückzog, gefolgt sein, bis er schließlich in Norwegen gelandet war. Damit war der erste Norweger geboren. Seither tun die nachfolgenden Generationen es ihm gleich und steigen im Frühjahr Eis und Schnee „hinterher“.

Am Gründonnerstag wird in Österreich etwas Grünes gegessen, z. B. Spinat, Petersilie oder Brokkoli. Die Kinder tragen Brezeln und Äpfel an Palmstangen zur Kirche. Dem Brauch nach bitten sie damit um Wachstum. Die Jungen ziehen als „Ratschenbaum“ lärmend durch die Straßen, um die Kirchenglocken zu ersetzen. Wer am Gründonnerstag ein gelegtes Ei ergattert, wehrt der Sage nach Unheil ab.

Die wohl ungewöhnlichsten Osterbräuche findet man auf den Philippinen. Die Eltern heben ihre Kinder am Kopf hoch, damit sie besser wachsen. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die realistischen Inszenierungen der Kreuzigung. Daneben gibt es aber auch festliche Osterparaden und Feierlichkeiten, die an europäische Osterbräuche erinnern: Bunte Ostereier und Hasen gehören auch hier zum Osterfest.

Die Polen gedenken an Ostern dem Prinzen Mieszko I., der ursprünglich das Christentum in Polen einführte. Als Hommage an die Taufe des Prinzen findet am Ostermontag der so genannte „Smingus-Dyngus“ statt. Dieser Brauch erlaubt den Polen, sich gegenseitig mit Wasser zu bespritzen.

In Spanien ist Ostern vor allem ein religiöses Fest. Bei so genannten „Samana Santa“-Prozessionen ziehen Bruderschaften mit spitzen Kapuzen und Heiligenfiguren durch die Straßen. Es werden Totentänze in Skelettkostümen getanzt, Strohpuppen verbrannt und eiserne Ketten geschleppt. Die Kinder basteln Palmwedel, die mit Süßigkeiten geschmückt und in der Ostermesse gesegnet werden.

Der wohl schrillste Osterbrauch ist die Easter Parade in New York, USA. Mit Blumen, üppig ausstaffierten Hüten und verrückten Kostümen flanieren Jung und Alt am Ostersonntag seit mittlerweile 150 Jahren über die 5th Avenue. Im Garten des Weißen Hauses spielen die Kinder „Eierrollen“: Der Präsident verteilt Holzlöffel und einige Mitarbeiter verschenken Schokolade – natürlich im Hasenkostüm.

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